Wanderung „Metzingen – Hörnle - Dettingen“

Die NaturFreunde fuhren mit der Bahn nach Metzingen. Ab dem Bahnhof dann begann die Wanderung. Durch den Park am Seniorenzentrum des Diakonissenrings ging es durch herrlich blühende Streuobstwiesen bergan zum Sportgelände Kappishäusern. Kurz vor dem Sportgelände traf die Gruppe auf den NaturaTrail der NaturFreunde Jusi – Ermstal, hier ist der Weg auch als Gustav-Strömfeld-Weg bezeichnet. Über eine Treppe in Kohlberg und über die Straße ging es  zum Wanderparkplatz Raupental. Nun begann der Aufstieg zum Jusi. Von unten sieht es zwar steil aus, jedoch hat es den Anschein, dass schon bald die Höhe erreicht ist, sobald die Föhren erreicht sind. Das ist ein Irrtum: denn der Weg steigt noch einmal stark an bis zum Gipfel. Oben auf dem Gipfel (673 m) war dann erst einmal Rast und Erholung angesagt. Dort oben trafen zwei weitere Wanderer zur 10köpfigen Gruppe. Besonders schön war der Ausblick mit den blühenden Kirschen- und Birnenbäumen und den Schlehenhecken. Der Blick schweifte über Nürtingen bis nach Altbach und zum Hohen Neuffen. Vom Jusi ging es abwärts mit Blick in den riesigen ehemaligen Steinbruch am Neuffener Hörnle, der zur Zementfabrik in Nürtingen transportiert wurde. Der Steinbruch ist heute Naturschutzgebiet und beherbergt seltene Vögel und Amphibien. Von hier aus ist zu sehen, welch großer Eingriff hier in die Natur stattgefunden hat. Die Hangmischwälder dort oben gehören zu einem Natura2000-Gebiet. Am Sattelbogen traf die Gruppe auf das Soldatengrab, welches immer noch gepflegt wird. Im Baum saß ein Bussard, der die Wanderer aufmerksam beobachtete, sich jedoch nicht stören ließ. Noch einmal war ein Anstieg zu bewältigen zum Gipfel des Hörnle (707 m). Im Wald blühten die Buschwindröschen und verwandelten den Boden in ein weißes Meer. Der Abstieg erfolgte zur Königshöhe. Dort blühten Schlüsselblumen und Veilchen auf den Wiesen und färbten auch diese bunt. Der Weg führte weiter nach Dettingen, vorbei am restaurierten Zwiefalterhof. In Dettingen wurde noch der Ortskern bewundert und eine Einkehr im Kaffee durfte auch nicht fehlen. Mit dem Zug fuhr die Gruppe wieder zurück nach Reutlingen.

 

 


Wanderung „Holzelfingen – Übersberg – Mädlesfels“

Der Wanderführer Gerd Schneider hatte die Wanderung in den letzten Tagen abgelaufen, um zu prüfen, ob sie überhaupt durchgeführt werden kann. Er kam zum Ergebnis, dass es anstrengend werden wird und deshalb ein Auto am Stahlecker Hof abgestellt werden sollte. Ausgangspunkt der Wanderung war der Parkplatz am Friedhof in Holzelfingen. Insgesamt 10 Frauen und Männer freuten sich auf diese Wanderung bei schönstem Frühjahrswetter. Zuerst ging es durch einen Buchenwald mit Schneeresten zum Triebfelsen. Von dort aus war die Holzelfinger Steige und der dort abgerodete Wald samt Hangbefestigungen gut zu sehen. Besonders schön waren die Bilder, die der Schnee schuf – mal lag mehr Schnee und mal weniger. Ein Stück weiter wurde der Fußweg von Unterhausen im Wald durch den schneebedeckten Weg gut sichtbar. Der Traufweg war auf der Südseite schneefrei und die Sonne wärmte sehr gut. Die Ausblicke ins Tal sind immer wieder neu und besonders schön. Gerade deshalb sind die Traufwege so beliebt. In der Ruine Greifenstein war Mittagsrast angesagt. Die Sonne schien so schön, dass es in den Jacken zu warm wurde. Weiter ging es zum Eckfelsen. Von dort an wurde die Wanderung deutlich anstrengender. Durch den schmelzenden Schnee, in den die Wanderer tief einsanken ging es durch den Wald mit viel Schneebruch, mal über, mal unter abgebrochenen Ästen und Bäumen hindurch – ein unwirkliches Bild, welches so nicht erwartet wurde. Streckenweise war es ein richtiger Hindernislauf – ein Weg war nicht mehr zu erkennen. Dazwischen dann ein Essplatz von Eichhörnchen mit Spuren im und Essensreste auf dem Schnee. Das Eichhörnchen selbst ließ sich leider nicht sehen. Die Burgruine Stahleck selbst ist nicht mehr erhalten, nur noch der Burggraben ist sichtbar. Vorbei an Göllesberg – die Siedlung ist stark vom Schneebruch getroffen - ging es in Richtung Übersberg. Auf dem Segelflugglände lag eine geschlossene Schneedecke, am Spätnachmittag vereiste der Schnee in Schattenecken schon wieder, auch der Wind war hier spürbar. Ein letzter Blick ins Echaz- und Arbachtal war vom Mädlesfelsen aus möglich – dort waren sehr viele Wanderer unterwegs. Im Übersberger Hof wurde noch einmal eine Rast gemacht. Zurück ging es dann nach Stahleck. Während es in Reutlingen schon längere Zeit keinen Schnee mehr hatte, waren die Schneeberge auf der Alb doch beeindruckend – nur an Sonnenhängen ist der Schnee bereits komplett geschmolzen, ansonsten hat die Sonne noch viel Arbeit.

 


Wanderung „Ein Kloster und ein Jagdschloss im Schönbuch“

Mit den Autos fuhren die NaturFreunde zum Parkplatz bei Bebenhausen. Insgesamt hatten sich neun Wanderer am Treffpunkt eingefunden. Sogar die Sonne zeigte sich bis zum Mittag, das war vom Wetterbericht her nicht zu erwarten. Zuerst ging es in die Ortsmitte von Bebenhausen, das Kloster ist unübersehbar. Der Innenhof wurde besichtigt. Das Kloster wurde im 18. und 19. Jahrhundert zum Jagdschloss umgebaut. Entlang der Klostermauer ging es den Berg nach oben. Der kleine Abstecher den Berg hoch über den Ort wurde mit einer tollen Aussicht belohnt. Auf demselben Weg ging es wieder hinab und hinein in den für das Wild abgesperrten Bereich des Schönbuchs. Die Wildschweine ihrem Gehege wirkten sehr zufrieden und schauten die Wanderer ebenso an, wie die Wanderer die drei Schweine. Weiter ging es hinauf über die Böblinger Straße. Diese Straße war schon zur Römerzeit benutzt, das zeigen die Reste der Straße. Oben angekommen befindet sich ein Denkmal an den Oberförster Hausch. Die Seen waren zugefroren – ein Begehen wäre jedoch nicht möglich gewesen. Der Raureif an den Gräsern und dem Schilfrohr war eine Augenweide. Der Weg führte nun weg von der Böblinger Straße. Im Winter wirkt der Schönbuch anders als im Sommer. Mal gab es Buchenwald, mal Fichten und mal Birken. Die Stille durchbrach ein einzelner Vogel mit seinem Ruf, um bald aus mehreren Richtungen Antwort zu erhalten. An der Schutzhütte wurde eine kurze Mittagsrast gemacht. Nun ging es hinab ins Goldersbachtal. Dieser Bach war teilweise zugefroren. Obwohl alle bereits dort gewandert sind, war die Wanderung nicht langweilig. Im Winter sind die Ausblicke anders und die Natur ist immer anders. Eine Mitwanderin sah sogar einen Eisvogel, ein besonders seltenes Ereignis. An der Königseiche gibt es eine Ausbuchtung, die einem großen Insekt sehr nahe kommt. Die Hochwassermarke zeigt, dass der Goldersbach durchaus viel Wasser führen kann. Der Golders- und der Kirnbach entwässern einen sehr großen Teil des Schönbuchs, gerade deshalb führt der Goldersbach, in den der Kirnbach mündet, oft viel Wasser, so dass Lustnau mit Fluttoren geschützt werden muss. Um nicht länger auf der Teerstraße wandern zu müssen, bog die Gruppe auf den Wanderweg ab. Noch ein letztes Mal ging es ein wenig bergan, um mit einem schönen Ausblick nach Bebenhausen zurückzukehren. Auf dem Weg zum Parkplatz sah die Gruppe noch eine Wasseramsel im Goldersbach wippen. Zum Abschluss wanderte die Gruppe noch zur Goldersbachklause, die war jedoch komplett besetzt – so wanderte die Gruppe zurück zu den Autos. Nun freuen sich alle auf den Wanderung im Februar auf der Alb.