Verregnete Motorradausfahrt

Am Feiertag trafen sich neun Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer auf sieben Maschinen zur Herbstausfahrt nach Baiersbronn. Die Anfahrt führte über die B27 nach Holzgerlingen, Ehningen, Gärtingen, Deckenpfronn, Calw, Bad Wildbad, Enzklösterle nach Baiersbronn, wo in Obertal das Quartier bezogen wurde. Am Samstagmorgen schien noch kurz die Sonne, der Start zur geplanten Tour erfolgte aber bereits in den Regenkombis. Als der Ruhestein und die Schwarzwaldhochstraße erreicht waren, hing dicker Nebel über der Straße. Nach wenigen Kilometern war die Sicht soweit eingeschränkt, dass das Fahren gefährlich wurde. Deshalb beschloss die Gruppe, am Kniebis wieder nach Freudenstadt abzubiegen und die Tour abzubrechen. Die Temperatur betrug nur noch 5 Grad, so dass auch die Kälte durch die dicke Kleidung kroch. Am Quartier wieder angekommen, war es kurz nach dem Mittag, deshalb beschlossen die Motorradfahrer, noch nach Mitteltal zu gehen und dort einzukehren. Die Murg, an der der Rückweg entlanglief, hatte schon deutlich an Wassermenge zugenommen. Später dann wurde im Aufenthaltsraum noch Karten gespielt. Am Samstagmorgen war es dann noch sehr trübe, nass und neblig. Daher kam Motorradfahren erneut nicht in Frage, auf den Höhen hing wieder der dichte Nebel. So ging es mit Bus und Stadtbahn nach Freudenstadt, wo an diesem Wochenende ein Handwerkermarkt stattfand. Der nahezu quadratische Marktplatz samt der Arkaden wurde besichtigt. Die Stadtkirche, die über Eck gebaut ist, ist wegen Renovierungsarbeiten aktuell geschlossen. Mit dem Stadtzügle ging es auf Entdeckungsreise in Freudenstadt. Später wurde noch die Schokoladenmanufaktur besucht und die Produkte auch probiert. Am Sonntag dann regnete es zuerst auch noch, rechtzeitig zur Abfahrt hörte der Regen aber auf. Da der Wetterbericht auf den Nachmittag erneut Regen angekündigt hatte, wurde die Heimfahrt auf direktem Weg über Freudenstadt, Horb und Tübingen geplant. Zur Mittagszeit fand der Abschluss der Tour im NaturFreundehaus Reutlingen „Pappelgarten“ statt.

 

Wanderung auf dem Eiszeitjägerpfad

Bei bestem Wetter trafen sich insgesamt zehn NaturFreunde zur Wanderung auf dem Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren. Mit den Autos ging es zum Bahnhof nach Blaubeuren. Gleich zu Beginn ging es bergan, vorbei an der Tunnelöffnung und glücklicherweise auch bald schon in den Wald auf schöne Waldwege. Der Aufstieg wurde belohnt: das erste Ziel war die Brillenhöhle, die über hohe Stufen zu erreichen ist. Die Brillenhöhle hat zwei Öffnungen im Höhlendach. Sie ist allerdings nicht zugänglich, da sie mit einem Gitter versperrt ist. Über die Stufen ging es wieder hinab zum Wanderweg. Es ging weiter durch das Felsenlabyrinth und zur „Küssenden Sau“, einer Höhlenformation mit einem Loch im Fels. Der Überhang sieht aus wie ein Schweinekopf, der küsst. Von der anderen Seite ist dies nicht so gut zu erkennen, aber auch hier waren die Felsen faszinierend. Obwohl der Weg im Wald verläuft, gab es immer wieder schöne Ausblicke ins Tal. Es ging weiter bergauf bis zur mittelalterlichen Ruine Günzelburg. Von dieser Burg ist nicht mehr viel übrig, nach dem Aufstieg auf das Felsplateau eröffnete sich ein wunderschöner Ausblick ins Tal der Blaubeurener Aach. Von dort oben zeigte sich auch, dass später das Tal durchschritten und die Berge auf der anderen Talseite erklommen werden. Die ehemalige Burg war auch ein schöner Platz für ein zünftiges Rucksackvesper. Dann ging es am Schneckenfels vorbei hinab ins Tal. Sonnig wurde es beim Durchqueren des Ortes Weiler. An der Blaubeurener Aach am Parkplatz gibt es eine Linde mit umlaufender Bank. Diese war willkommen, um eine kurze Pause einzulegen. Das Tal war das Urtal der Donau. Genug der Pause: es geht auf einem schmalen Pfad wieder steil im Zickzack bergan, zum Geißenklösterle, einen Teil des Bruckfelses. Auch hier war ein kurzer Abstecher vom Wanderweg notwendig, um zur Höhle zu kommen. Die Höhle ist Teil des Unesco Welterbegebiets „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Im Geißenklösterle werden immer noch weitere Ausgrabungen vorgenommen, da die Höhle in der Eiszeit ein häufig aufgesuchter Ort war. Daher ist auch diese Höhle durch ein Gitter verschlossen. Besonders beeindruckend war der Fels mit dem großen Loch, durch welches ein Baum hindurch wächst. Weiter ging es im schattigen Wald bergan. Nachdem der breite Schotterweg erreicht war, konnten viele verschiedene Schmetterlinge beobachtet werden, vom C-Falter über den Russischen Bär bis zum Kaisermantel. Durch den Köhnenbuch, einem Buchen-Steppenheidewald ging es erneut bergauf, im Wald gab es immer wieder Flakstellungen aus dem Krieg. Oben angekommen war es nicht mehr weit bis zum Höhenrestaurant Schillerstein. Dort wurde eingekehrt. Nach der Pause ging es bergab, um dann noch einmal einen kleinen Anstieg zum Schillerstein zu bewältigen. Der Ausblick war aber auch hier die Entschädigung für die Anstrengung. Der Blick ging weit übers Blautal und Blaubeuren. Dann waren alle Anstiege geschafft und es ging steil bergab ins Blautal. Der Weg endet in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Alle waren sich einig, dass dies eine wunderschöne Wanderung, besonders im Sommer war. Der Schatten erleichterte die Anstrengungen. Die Gruppe bedankte sich beim Wanderführer Ernst Dreher.


Fahrradgruppe die Mittwochsradler waren eine Woche im unteren Allgäu

14 Frauen und Männer radelten 7 sonnige Tage durch's untere Allgäu. In Leutkirch war dieses Jahr das Standquartier der Naturfreunde Radgruppe „Die Mittwochsradler" bei ihrer Fahrradwoche.
Am Ankunftstag wurde gleich die Umgebung bei einer 30 km langen Rundtour erkundet, mit Halt im Schloss Zeil.
Am Sonntag wurde eine Tour durch das Allgäu mit Mittagsziel Kißlegg durchgeführt. Über Unterzell, Reichenhofen, Arnach, an vielen Seen vorbei, nach Sailors und über Rempertshofen nach Kißlegg. Im Zentrum Kißleggs befindet sich, unter anderem, die Barockkirche St. Gallus und Ulrich, sowie umrahmt von einem großzügigen Schlosspark, das barocke Neue Schloss Kißlegg. Nach diesen schönen Eindrücken ging es zurück ins Quartier, über Hilperthofen, Gebrazhofen und Hegelbach.
Eine Radtour nach Memmingen stand am Montag auf dem Programm. Auf meist ruhigen Seitenstraßen und Feld- und Radwegen ging es Bergauf und Bergab über Seibranz nach Roth a.d. Rot zum Zwischenstopp an der ehemalige Prämonstratenser-Reichsabtei. Zur Mittagsrast kam die Gruppe, über Tannheim, dann pünktlich in der Altstadt von Memmingen an. Danach gings weiter an die Iller bei Illerbeuren und weiter über Dilpersried zurück ins Hotel.
Isny und Wangen standen am Dienstag auf dem Programm. Durch die herrliche Landschaft des Allgäu radelte die Gruppe über Urlau und Haubach nach Isny. Nach einer kurzen Rast in der Altstadt, war die malerische ehemalige Reichsstadt Wangen das Ziel. Nach der Mittags-pause gings bei Beutelsau ins Tal der unteren Argen bis Waltershofen und weiter am Argensee vorbei über Herrot ins Quartier.
Am vierten Tag kämpfte sich die Radgruppe durchs untere Illertal und besuchte das Bauernhofmuseum in Illerbeuren. Nach einem längeren Halt, wurde der Rückweg über Lautrach und Wielazhofen eingeschlagen.
Das obere Illertal und Kempten war am Donnerstag das Ziel. Zuerst fuhr die Gruppe nach Altusried von dort aus hatte man einen schönen Blick ins Illertal und zum Allgäuer Bergpanorama. An der Iller entlang radelte die Gruppe dann nach Kempten, sie gilt als eine der ältesten Städte Deutschlands. Die vielen Sehenwürdigkeiten der Stadt erfordern eigentlich einen längeren Aufenthalt. Auf dem Rückweg zum Hotel absolvierte die Radgruppe noch eine „Bergprüfung“, die von Kempten 675 m ü. NHN nach Wegscheidel 910 m führte. Die anschliesende Abfahrt durch das Kürnachtal zum Glasmacherdorf Schmidsfelden entschädigte für den Aufstieg. Nach einem kurzen Aufenthalt dort war es nicht mehr weit über Urlau nach Leutkirch.
Der Abschluss der Radwoche, war die Tagestour über Kißlegg, Wolfegg nach Bad Wurzach. Über Weitershofen erreichte die Gruppe Kißlegg, dort vorbei am Neuen Schloss und an einigen Seen über Rötenbach hinauf nach Wolfegg. Entlang der Wolfegger Aach nach Alttann um über Mennisweiler nach Bad Wurzach zu gelangen. Dort gab es bei einer Rast die Möglichkeit die Altstadt mit dem Marktplatz das Rathaus und das Schloss zu besichtigen. Einige erholten sich auch im Kurpark. Zurück zum Startpunkt ging es über Diepoldhofen und Reichenhofen.
Insgesamt legten die Radgruppe (5 Radlerinnen und 9 Radler) an 7 Tagen rund 450 Kilometer zurück. Die Radwoche war wieder ein gelungenes sportliches, kulturelles und kameradschaftliches Naturerlebnis.


Motorradausfahrt der NaturFreunde Reutlingen an die Mosel

Die Motorradausfahrt der NaturFreunde Reutlingen hatte Reil an der Mosel zum Ziel. Das heftige Gewitter war glücklicherweise schon vor der Abfahrt vorübergezogen. So freuten sich die Fahrerinnen und Fahrer auf eine schöne Tour. Vom Neckartal aus ging es über Herrenberg und Karlsruhe nach Landau in der Pfalz zum Johanniskreuz, einem bekannten Motorradtreff. Die Pause dort kam genau richtig: danach war die Straße nass, jedoch der Regenguss schon weitergezogen. Über Kaiserslautern führte die Tour nach Fischbach, wo die Gruppe kurz wegen eines erneuten Regenschauers unterstehen musste. Weiter ging es auf nasser Straße, aber ohne nennenswerte Nässe von oben über Traben-Trabach und entlang der Mosel nach Reil. Gerade an der Pension auf einem Weingut angekommen, kam sehr schnell erneut ein Gewitter, so dass, wer nicht schnell genug abgepackt hatte, doch noch nass wurde.
Am Freitag war die Tour in die Eifel und an den Nürburgring angesetzt. Bei idealem Motorradwetter startete die Gruppe zuerst in den Hunsrück, vorbei am Flughafen Hahn und dann wieder in vielen Kurven hinunter ins Moseltal, um auf der anderen Seite genauso kurvig die Höhen der Eifel zu erklimmen. Zum Nürburgring ging es dann über, so wurde es dem Navi als Präferenz eingegeben, kurvige Straßen – und genau das waren sie auch. Kurven ohne Ende, Anhöhen, Täler, kleine Sträßchen. Am Nürburgring war ein „Hineinschauen“ nicht möglich, weil dort das 24-Stunden-Rennen dort stattfand. So nahmen die Fahrerinnen und Fahrer lieber wieder die Straßen unter die eigenen Räder und es ging genauso schön kurvig und über kleine Straßen wieder zurück. Am Reiler Hals war dann ein Aussichtsstop. Der Blick über das Moseltal ist richtig schön, vor allem, da einige noch nie dort waren! 
Am Samstag ging die Tour zuerst in den Hunsrück. Auch hier gibt es viele kleine kurvige, an- und absteigende Straßen, die in gemäßigtem Tempo erobert werden wollten. Selbstverständlich durften Aussichtspunkte nicht fehlen. Im Hunsrück ging es bis nach Trier – die Stadt selbst konnte leider nicht besichtigt werden, das wäre allein ein Tagesprogramm. Auf der anderen Moselseite ging es entlang des Tals wieder moselabwärts. An der Moselschleife führt die Straße es über den Bergrücken, wo sich ein schönes Panoramarestaurant befindet. Die Pause dort war selbstverständlich. Weiter ging es entlang der Mosel mit den steilen Weinbergen, die wundersame Namen tragen, z. B. Gröver Nacktarsch. Diese Namen sind an den Weinbergen befestigt. Am Abend war noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Reil. Von zu Hause kamen Nachrichten über nasskaltes Regenwetter und die Gruppe saß zum Grillen auf der Terrasse des Weinguts. Die Abende waren sehr gesellig bei ein wenig Wein aus dem eigenen Weinkeller des Wirts, allerdings immer nur in Maßen, da am anderen Tag die Motorräder warteten.
Dann hieß es schon wieder Abschied nehmen, aber auch die Heimfahrt war über kurvige Straßen. Bis Kaiserslautern ging es denselben Weg zurück, danach änderte sich die Tour durch Pfalz über Neustadt/Weinstraße und dann nach Bretten, Pforzheim und durch das Würmtal wieder zurück. Erfreulicherweise gab es auch diesmal keine Unfälle oder Pannen und die Gruppe mit 10 Fahrerinnen und Fahrern auf 8 Maschinen harmonierte wunderbar. 


Wanderung „Zum schwäbischen Märchenschloss“

Mit den Autos fuhren die 9 Wanderer zum Parkplatz beim Ohafelsen. Von dort ging es zu Fuß weiter hinauf zur Ruine Alt Lichtenstein. Der Weg war gesäumt von umgestürzten Bäumen. Von dieser Ruine sind noch ein paar Mauern zu sehen, sie wurde bereits im 14. Jahrhundert zerstört. Wunderschön ist der Ausblick sowohl nach Sonnenbühl als auch ins Echaztal – gerade an einem so schönen Tag. Entlang des Albtraufs ging es zum Aussichtspunkt beim Hauff-Denkmal. Der Lichtenstein lag auf dem weiteren Weg immer im Blick. Das Schloss selbst wurde an diesem Tag nicht besichtigt. Vorbei ging es am alten Forsthaus und zum Ritter vom Lichtenstein, einer Holzschnittfigur. In der Sonne und leider auch auf Asphalt ging es in Richtung Nebelhöhle. Schön waren die blühenden Wiesen rechts und links des Wegs anzuschauen, überwiegend in gelb und weiß. Die blühenden Ackerstreifen ziehen Insekten und Bienen an, so wie es die Bauern geplant haben. Ein besonderer Anblick war ein Bambusfeld. Die Wanderer fragten sich, warum nun Bambus angebaut wird: als Rohstoff oder für Biogasanlagen? Sehr sonnig war der Weg um den Steinbruch, den an dieser Stelle kaum jemand kannte. Am schönen Schattenplatz am Feldbergsträßchen wurde Mittagsrast gehalten. Danach ging es eine längere Strecke in der Sonne über das Burgsträßchen weiter bis zum Golfplatz nach Undingen. Dort frönten einige Golfspieler ihrem Hobby. Als nächstes Ziel lag die Seitzhütte auf dem Weg. Nach einer kurzen Rast wurde der Rückweg zum Auto unter die Sohlen genommen. Glücklicherweise wehte ein kühler Wind während der ganzen Wanderung, waren doch alle die sommerlichen Temperaturen noch nicht gewohnt.

 


Wanderung „Rund um Eningen“

Die Wanderung der NaturFreunde Mittlere Alb führte diesmal rund um Eningen. Von den acht Ortsgruppen waren trotz Kälte und vorhergesagtem Regen vier mit insgesamt 15 Personen vertreten, ganz nach dem Motto „Wanderwetter ist immer“. Damit die niedrigen Temperaturen vertrieben werden, ging es gleich bergan zur Grieshaber-Halle. Dabei wurde auch die Überbauung des ehemaligen Sportplatzes begutachtet. Weiter ging es zum Gelände der Ferienbetreuung auf der Eiferthöhe und hinauf zum Wohnhaus mit Atelier von HAP Grieshaber. Von der Schillerlinde aus wurde die Aussicht genossen, auch wenn die Wolken die Berge teilweise verhüllten. Immer wieder zeigten sich Sonnenstrahlen, aber es blieb kalt. Weiter ging es zum Rangenberg hinauf über die Schafweide. Diese waren auch schon im Sommerkleid, da sie bereits geschoren wurden. Nach der Überquerung der Straße nach Metzingen begann es ein wenig Schnee zu grieseln. Trotzdem wurde eine Vesperpause eingelegt, die allerdings meist im Stehen verbracht wurde. Gut gestärkt ging es weiter Richtung Schützenhaus. Im Naturschutzgebiet Wendelstein blühten bereits die ersten Knabenkräuter, Lichtnelken und Salbei. Vom Schützenhaus aus führte der Weg durch den Wald zum Eninger Freibad, welches auf drei Seiten umwandert wurde. Die Platterbsen dort glänzten lila im Sonnenlicht. Vom Freibad aus führt der Weg am Wald und Hang entlang zum NaturFreundehaus „Am Lindenplatz“. Glücklicherweise blieb es während der ganzen Wanderung bis auf den wenigen Schneegriesel trocken. Im NaturFreundehaus waren die Einkehr und der Abschluss der Wanderung geplant, dorthin kamen auch NaturFreunde, die nicht mehr diese Wanderung mitgehen konnten. Es war schön, auch mal wieder die Freunde aus den anderen Ortsgruppen zu sehen.


 

Wanderung „Metzingen – Hörnle - Dettingen“

Die NaturFreunde fuhren mit der Bahn nach Metzingen. Ab dem Bahnhof dann begann die Wanderung. Durch den Park am Seniorenzentrum des Diakonissenrings ging es durch herrlich blühende Streuobstwiesen bergan zum Sportgelände Kappishäusern. Kurz vor dem Sportgelände traf die Gruppe auf den NaturaTrail der NaturFreunde Jusi – Ermstal, hier ist der Weg auch als Gustav-Strömfeld-Weg bezeichnet. Über eine Treppe in Kohlberg und über die Straße ging es  zum Wanderparkplatz Raupental. Nun begann der Aufstieg zum Jusi. Von unten sieht es zwar steil aus, jedoch hat es den Anschein, dass schon bald die Höhe erreicht ist, sobald die Föhren erreicht sind. Das ist ein Irrtum: denn der Weg steigt noch einmal stark an bis zum Gipfel. Oben auf dem Gipfel (673 m) war dann erst einmal Rast und Erholung angesagt. Dort oben trafen zwei weitere Wanderer zur 10köpfigen Gruppe. Besonders schön war der Ausblick mit den blühenden Kirschen- und Birnenbäumen und den Schlehenhecken. Der Blick schweifte über Nürtingen bis nach Altbach und zum Hohen Neuffen. Vom Jusi ging es abwärts mit Blick in den riesigen ehemaligen Steinbruch am Neuffener Hörnle, der zur Zementfabrik in Nürtingen transportiert wurde. Der Steinbruch ist heute Naturschutzgebiet und beherbergt seltene Vögel und Amphibien. Von hier aus ist zu sehen, welch großer Eingriff hier in die Natur stattgefunden hat. Die Hangmischwälder dort oben gehören zu einem Natura2000-Gebiet. Am Sattelbogen traf die Gruppe auf das Soldatengrab, welches immer noch gepflegt wird. Im Baum saß ein Bussard, der die Wanderer aufmerksam beobachtete, sich jedoch nicht stören ließ. Noch einmal war ein Anstieg zu bewältigen zum Gipfel des Hörnle (707 m). Im Wald blühten die Buschwindröschen und verwandelten den Boden in ein weißes Meer. Der Abstieg erfolgte zur Königshöhe. Dort blühten Schlüsselblumen und Veilchen auf den Wiesen und färbten auch diese bunt. Der Weg führte weiter nach Dettingen, vorbei am restaurierten Zwiefalterhof. In Dettingen wurde noch der Ortskern bewundert und eine Einkehr im Kaffee durfte auch nicht fehlen. Mit dem Zug fuhr die Gruppe wieder zurück nach Reutlingen.

 

 


Wanderung „Holzelfingen – Übersberg – Mädlesfels“

Der Wanderführer Gerd Schneider hatte die Wanderung in den letzten Tagen abgelaufen, um zu prüfen, ob sie überhaupt durchgeführt werden kann. Er kam zum Ergebnis, dass es anstrengend werden wird und deshalb ein Auto am Stahlecker Hof abgestellt werden sollte. Ausgangspunkt der Wanderung war der Parkplatz am Friedhof in Holzelfingen. Insgesamt 10 Frauen und Männer freuten sich auf diese Wanderung bei schönstem Frühjahrswetter. Zuerst ging es durch einen Buchenwald mit Schneeresten zum Triebfelsen. Von dort aus war die Holzelfinger Steige und der dort abgerodete Wald samt Hangbefestigungen gut zu sehen. Besonders schön waren die Bilder, die der Schnee schuf – mal lag mehr Schnee und mal weniger. Ein Stück weiter wurde der Fußweg von Unterhausen im Wald durch den schneebedeckten Weg gut sichtbar. Der Traufweg war auf der Südseite schneefrei und die Sonne wärmte sehr gut. Die Ausblicke ins Tal sind immer wieder neu und besonders schön. Gerade deshalb sind die Traufwege so beliebt. In der Ruine Greifenstein war Mittagsrast angesagt. Die Sonne schien so schön, dass es in den Jacken zu warm wurde. Weiter ging es zum Eckfelsen. Von dort an wurde die Wanderung deutlich anstrengender. Durch den schmelzenden Schnee, in den die Wanderer tief einsanken ging es durch den Wald mit viel Schneebruch, mal über, mal unter abgebrochenen Ästen und Bäumen hindurch – ein unwirkliches Bild, welches so nicht erwartet wurde. Streckenweise war es ein richtiger Hindernislauf – ein Weg war nicht mehr zu erkennen. Dazwischen dann ein Essplatz von Eichhörnchen mit Spuren im und Essensreste auf dem Schnee. Das Eichhörnchen selbst ließ sich leider nicht sehen. Die Burgruine Stahleck selbst ist nicht mehr erhalten, nur noch der Burggraben ist sichtbar. Vorbei an Göllesberg – die Siedlung ist stark vom Schneebruch getroffen - ging es in Richtung Übersberg. Auf dem Segelflugglände lag eine geschlossene Schneedecke, am Spätnachmittag vereiste der Schnee in Schattenecken schon wieder, auch der Wind war hier spürbar. Ein letzter Blick ins Echaz- und Arbachtal war vom Mädlesfelsen aus möglich – dort waren sehr viele Wanderer unterwegs. Im Übersberger Hof wurde noch einmal eine Rast gemacht. Zurück ging es dann nach Stahleck. Während es in Reutlingen schon längere Zeit keinen Schnee mehr hatte, waren die Schneeberge auf der Alb doch beeindruckend – nur an Sonnenhängen ist der Schnee bereits komplett geschmolzen, ansonsten hat die Sonne noch viel Arbeit.

 


Wanderung „Ein Kloster und ein Jagdschloss im Schönbuch“

Mit den Autos fuhren die NaturFreunde zum Parkplatz bei Bebenhausen. Insgesamt hatten sich neun Wanderer am Treffpunkt eingefunden. Sogar die Sonne zeigte sich bis zum Mittag, das war vom Wetterbericht her nicht zu erwarten. Zuerst ging es in die Ortsmitte von Bebenhausen, das Kloster ist unübersehbar. Der Innenhof wurde besichtigt. Das Kloster wurde im 18. und 19. Jahrhundert zum Jagdschloss umgebaut. Entlang der Klostermauer ging es den Berg nach oben. Der kleine Abstecher den Berg hoch über den Ort wurde mit einer tollen Aussicht belohnt. Auf demselben Weg ging es wieder hinab und hinein in den für das Wild abgesperrten Bereich des Schönbuchs. Die Wildschweine ihrem Gehege wirkten sehr zufrieden und schauten die Wanderer ebenso an, wie die Wanderer die drei Schweine. Weiter ging es hinauf über die Böblinger Straße. Diese Straße war schon zur Römerzeit benutzt, das zeigen die Reste der Straße. Oben angekommen befindet sich ein Denkmal an den Oberförster Hausch. Die Seen waren zugefroren – ein Begehen wäre jedoch nicht möglich gewesen. Der Raureif an den Gräsern und dem Schilfrohr war eine Augenweide. Der Weg führte nun weg von der Böblinger Straße. Im Winter wirkt der Schönbuch anders als im Sommer. Mal gab es Buchenwald, mal Fichten und mal Birken. Die Stille durchbrach ein einzelner Vogel mit seinem Ruf, um bald aus mehreren Richtungen Antwort zu erhalten. An der Schutzhütte wurde eine kurze Mittagsrast gemacht. Nun ging es hinab ins Goldersbachtal. Dieser Bach war teilweise zugefroren. Obwohl alle bereits dort gewandert sind, war die Wanderung nicht langweilig. Im Winter sind die Ausblicke anders und die Natur ist immer anders. Eine Mitwanderin sah sogar einen Eisvogel, ein besonders seltenes Ereignis. An der Königseiche gibt es eine Ausbuchtung, die einem großen Insekt sehr nahe kommt. Die Hochwassermarke zeigt, dass der Goldersbach durchaus viel Wasser führen kann. Der Golders- und der Kirnbach entwässern einen sehr großen Teil des Schönbuchs, gerade deshalb führt der Goldersbach, in den der Kirnbach mündet, oft viel Wasser, so dass Lustnau mit Fluttoren geschützt werden muss. Um nicht länger auf der Teerstraße wandern zu müssen, bog die Gruppe auf den Wanderweg ab. Noch ein letztes Mal ging es ein wenig bergan, um mit einem schönen Ausblick nach Bebenhausen zurückzukehren. Auf dem Weg zum Parkplatz sah die Gruppe noch eine Wasseramsel im Goldersbach wippen. Zum Abschluss wanderte die Gruppe noch zur Goldersbachklause, die war jedoch komplett besetzt – so wanderte die Gruppe zurück zu den Autos. Nun freuen sich alle auf den Wanderung im Februar auf der Alb.